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29Mrz

Grüne fordern erneut Sportplätze in Esterfeld

Eigentlich war es nur eine Formalie, die das geplante Baugebiet „Sportplatz Esterfeld“ auf die Tagesordnung des städtischen Bauausschusses rückte. Doch Grünen-Rastherr Carsten Keetz nutze die Gelegenheit für harte Kritik an seinen Ratskollegen.
Bei seiner letzten Sitzung im Januar gab es im Ausschuss bereits Diskussionen um den Vorschlag der Verwaltung. Dieser sieht vor, auf dem Gelände des alten Waldstadions in Esterfeld ein Wohngebiet mit 48 Bauplätzen auszuweisen. Reiner Fübbeker von der CDU-Fraktion verwies in der damaligen Sitzung auf den großen Bedarf – und gleichzeitigem Mangel – an Wohnflächen in Meppen. Seine Fraktion befürwortete den Beschlussvorschlag. Kritik gab es von der SPD und den Grünen. Sie wollen die Anne-Frank-Schule, die in direkter Nachbarschaft zum Waldstadion liegt, um eine Schulsportfläche ergänzen. Dafür solle ein Teil des Gebietes nicht bebaut werden.
Drei Gegenstimmen
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses am Montag ging es eigentlich nur um eine Formalität. In einem Teil des Wohngebietes wurden die baulichen Festsetzungen so angepasst, dass nun auch „typisch emsländische Häuser“ mit zwei Geschossen und festgesetzter Traufenhöhe. Diese Anpassung des Bebauungsplans wurde bei drei Gegenstimmen angenommen.
Grüne und SPD nutzten die Gelegenheit, das Projekt als Ganzes noch einmal in Frage zu stellen. „Wir sehen hier mal wieder, wie ein grüner Antrag in der Stadtpolitik beerdigt wird“, sagte Carsten Keetz. „Wir hatten in Bauausschuss und Stadtrat nicht den Hauch einer Chance mit unserem Vorschlag.“ Die Politik habe in dieser Thematik „null Empathie für die Sorgen des Naturschutzes“ gezeigt. Denn mit dem geplanten Baugebiet gehe „wertvoller Baumbestand“ auf der Fläche verloren.
„Schülern fehlt Lobby“
Der Grünen-Ratsherr ging sogar noch weiter: „Den Esterfelder Schülern fehlt scheinbar die Lobby in der Stadt. Könnte das daran liegen, dass die Kinder und Angehörigen der Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter nicht dort zur Schule gehen?“ Keetz verwies beispielsweise auf das Gymnasium Marianum, das zuletzt einen neuen Sportplatz mit Flutlichtanlage bekommen habe. Unterstützung erhielt Keetz von SPD-Vertreter Bernhard Kaiser, der noch einmal die Position seiner Partei unterstrich: „Wir würden uns weiterhin einen neuen Standort für den Schulsport wünschen.“
Den wird es aber wohl nicht geben. Der Ausschuss billigte den Bebauungsplan erneut.Quelle: (Auszug MT  v.  27.03.9)

17Mrz

„Und wieder wird Wald gerodet“

Leserbrief zum Zeitungsartikel „Neue Schule und Kita in Esterfeld“ MT 13.3.19

Mit Freude begann ich den Zeitungsartikel zum Vorhaben, dem Nachwuchs in Meppen geeignete Räumlichkeiten zum Start ins Leben zu bieten, zu lesen. Doch dann war es auch schon vorbei mit der Freude. Es macht mich traurig, dass diesem Bauvorhaben wieder einmal ein Stück des Esterfelder Forst geopfert wird.

Schon bei der Erweiterung des neuen Waldstadions, als auch bei der Erweiterung des Baugebiets nördlich der Brandenburger Straße wurde wie selbstverständlich auf das Waldgebiet zurückgegriffen.  Ein vielgenutztes Naherholungsgebiet mit emsländischer Dünenlandschaft wird damit unwiederbringlich zerstört.

Mit Verwunderung lese ich weiterhin, dass von einer perfekten Verkehrsanbindung gesprochen wird, mit der Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule fahren können – ist das noch zeitgemäß? Widerspricht das nicht der Forderung nach mehr Bewegung für Kinder?
Wann begreifen wir in Meppen den Esterfelder Forst mit seiner emsländischen Dünenlandschaft als Chance und wertvollen Bestandteil der Stadt? Wo ist der Aufschrei der Bürger gegen die systematische Zerstörung ihrer Natur?  Helmut Kleene, Meppen

10Mrz

Sehr geehrter Harr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren!

„Jedes Mal, wenn ich lese, dass es sich in der Kanalstraße um die Erneuerung der Radverkehrsanlage, rumort es in mir. Eigentlich sollen in erster Linie doch die Bäume gefällt werden, die ja dem Radweg seit Jahren zusetzen, den Autofahrern Buckel in der Fahrbahn bescheren und den Anliegern Schäden an den Anschlüssen verursachen. Den Radweg kann -wenn man will – auch ohne die Baumfäll-Aktion – reparieren.
Hier wird es einen radikalen Kahlschlag geben, den wir als Grüne kompromisslos ablehnen. Die Baumschutzinitiative Meppen versucht nach Kräften, diesen Plan zu verhindern. Dieser Kahlschlag steht im krassen Gegensatz zu einer modernen Städteplanung. Viele Leser haben ihren Unmut in Leserbriefen niedergeschrieben und viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt haben uns gegenüber zum Ausdruck gebracht, dass sie dieses kahle Stadtbild nicht wollen.
Unser Vorschlag, die Bäume mit besonders schadhaften Wurzeln zu entnehmen, die gesunden Bäume stehenzulassen, neue passende Bäume nach zu pflanzen und den Fahrradweg zu reparieren, wird nicht akzeptiert. Bis auf die Kolleginnen und Kollegen der SPD scheint hier in unserer Stadt sich kein Sinneswandel zu vollziehen.
Gibt es in großen Städten die Klimademonstrationen, wird hier im Emsland weiter gnadenlos abgeholzt. Wir erfahren jede Woche neu aus der Zeitung, wo nächsten Bäume fallen. Das geht wahrscheinlich immer so weiter. Die von uns angedachte Baumschutzordnung werden wir in kürze auf unsere Agenda setzen müssen, es hilft ja nichts.
Wie wäre es, wenn demnächst auch die jungen Meppener Bürgerinnen und Bürger vermehrt am Freitagmittag zu Klimademos zusammen kommen, vielleicht kann ja das mal etwas bewirken und den Baumfäll-Aktionen ein Ende bereitet werden.
Als fleißiger Fahrradfahrer ist es mir bisher immer gelungen, die Kurve um die schöne alte Linde vor dem Elektro-Geschäft Lampe mindestens zweimal am Tag zu kriegen. Das ist die letzten hundert Jahren allen anderen Verkehrsteilnehmern mit Pferdewagen oder Handkarren doch auch gelungen und der Baum wurde mit Respekt umfahren. Jetzt stellt dieser auf einmal auch ein Sicherheitsrisiko dar oder steht den neuen Baumaßnahmen entgegen. Also muss er weg.
Bürgerinnen und Bürger, die in der Kanalstraße den alleeartig angelegten Weg in die Stadt nehmen, sind fassungslos über die Denkweisen der Verwaltung und der Mehrheit des Rates, die diesen Kahlschlag befürworten. Eine gegensätzliche Meinung vertreten Städteplaner in der Broschüre „Bäume in der Stadt“- Wertvolle Gestalten im öffentlichen Grün.
Hieraus zitiere ich: Das Stadtklima wird von der Bebaumung geprägt. Aufgrund des hohen Versiegelungsgrades ist es in Städten durchschnittlich 5 Grad wärmer als im Umland, zudem sorgen trockene Luft und verringerter Luftaustausch für Probleme. Vor diesem Hintergrund haben viele Städte spezielle Begrünungsprogramme … Parallel entwickeln sich Initiativen und neue Formen des Bürgerengagements für mehr Begrünung… .
Wir beeinflussen durch Baumfällaktionen das Aussehen und das Image der Stadt, und zwar im negativen Sinne. Fährt man über die Herrschwiese und Lingener Straße in die Stadt, hat man einen ziemlich kahlen Eindruck, von den großen Bäumen am Schullendamm bei den beiden Tankstellen ist nicht viel geblieben und es sieht zum Teil kahl aus, die Haselünner Straße war mal eine prächtige Allee und jetzt sollen in naher Zukunft die Bäume in der Kanalstraße ersatzlos fallen. Als nächstes ist dann die Herzog Arenberg Straße dran. Wie weit soll es noch gehen. Von dem alten Stadtbild ist bald nichts mehr über.
Früher: Am Brunnen vor dem Tore, da steht ein Lindenbaum. Heute: Bei Lampe in der Kanalstraße, da stand ein Lindenbaum. Der Emsländer sagt: Einen ganz traurigen Fall !“ ( f d R – M. Tecklenburg)

10Mrz

Ersatzbäume für die Eichen fordern !

Regelungen bezüglich des Fällens von Bäumen werden in Deutschland im Bundesnaturschutzgesetz, in den daraus entwickelten Ausführungsgesetzen der Bundesländer, im Gesetz zur Erhaltung des Waldes und zur Förderung der Forstwirtschaft, im Flurbereinigungsgesetz, im Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung, in Baumschutzsatzungen der Gemeinden und in Festsetzungen in Bebauungsplänen getroffen. Im Fall Kanalstraße regelt das Bundesnaturschutzgesetz, dass die Stadt Meppen, als Gebietskörperschaft für die Beseitigung der Sumpf-Eichen und der Linde in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Emsland Ausgleich zu erbringen hat. Sollte die untere Naturschutzbehörde den Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild(Beseitigung der Bäume) für nicht ausgleichbar halten, und die Stadt Meppen trotzdem darauf bestehen, die Bäume zu beseitigen, ist die Sache von höherer Stelle (Ministerium) zu klären. Sollte dort die Entscheidung gegen die Bäume getroffen werden, so hat die Stadt in Abstimmung (Zustimmung) mit der unteren Naturschutzbehörde sogen. Ersatzmaßnahmen zu erbringen. Die von Martin genannte 20-Jahre-Regelung kann in eine Baumschutzsatzung oder in einen Bebauungsplan aufgenommen werden. Ein Bebauungsplan wird für die Kanalstraße wohl nicht vorliegen und eine Baumschutzsatzung existiert in Meppen leider nicht. (NABU – J. Zwoch)

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