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11Dez

Grüne Stellungnahme zur Masttierhaltung in Meppen

(von Stadtrat Herbert Lügering im Bauausschuss  am 10.12.12 gehalten)

Vor einigen Wochen wurde hier das Klimaschutzkonzept 20-20-20 vorgestellt , dass u.a. die Verringerung des CO 2 Ausstosses zum Ziel hat. Es wurden etliche Maßnahmen vorgestellt und erläutert, die allesamt große Zustimmung fanden. Alles in allem ein Konzept, dass unbedingt verwirklicht werden sollte und bei dem wir dabei  immer das Ziel vor Augen haben sollten.

Wenn ich mir allerdings die Genehmigungspraxis der Stadt Meppen für die hiesige Landwirtschaft anschaue, überkommen mich doch ziemliche Zweifel.  Die massive und intensive Tier bzw. Masttierhaltung , gerade bei Rindern , Kühen und Mastbullen führt zu einer enormen Kohlendioxidbelastung, die vielen so gar nicht  bewusst ist. So wird für jedes erzeugte Kilogramm Rindfleisch 36 kg CO 2 produziert, was in der Summe bei einem 3- jährigen Tier den CO2 Ausstoß von einem VW Golf mit einer gefahrenen Leistung von 90 000 Km entspricht. Bei den jetzt anstehenden Erweiterungen entspricht das ungefähr einer Gesamtleistung  von 18 Millionen Kilometern. Und da wir ja gern global denken, könnten wir bei dieser Rechnung  mit einem Golf fast 500 Mal die Erde umrunden.

Und wie viel  Hektar Mais müssen angebaut werden, das wiederum als Kraftfutter verwendet wird? Gerade die Fütterung mit Kraftfutter verursacht im Vergleich mit Weidegras eine Steigerung von CO2 um ca. 60 Prozent!

Wir von den Grünen sind der Meinung, dass die Landwirtschaft künftig ein Teil des Klimaschutzkonzepts , und vor allem der Klimaziele sein muss. Ständig auf die Entwicklungsmöglichkeiten der Landwirte hinzuweisen, bringt uns diesem  Ziel nicht näher sondern immer entfernter. Es nutzt doch nichts, hier und da ein paar Elektroautos auf die Straße zu bringen, wenn an anderer Stelle genau das Gegenteil gemacht wird.

Schauen Sie sich die Unterlagen der 3. Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt , Sicherheit und Feuerwehr an.  Darin heißt es wörtlich:

Ziel: Klimaschutz durch CO2 Reduzierung

Im nächsten Satz:

Dabei ist jeder  gefordert mitzumachen!

Ansprechpartner: Baudirektor Dieter Müller

 

Herr Müller, auf uns können Sie sich verlassen, wir wollen keine Zunahme der CO 2 Belastung und lehnen daher alle neuen Anträge ab, die Ihrem Konzept zuwiderlaufen und der Bevölkerung in Meppen und Umgebung nicht dienlich sind.

Verfasst am 11.12.2012 um 22:27 Uhr von .
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