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29Mai

Esterfelder brauchen Schulsportplatz

Sehr geehrter Vorsitzender, sehr geehrte Damen und Herren,
Hiermit beantragt die Fraktion der Bündnisgrünen des Meppener Stadtrates eine angemessenen Freizeit- und Schulsportanlage im geplanten Baugebiet – gelegen in der Straße „am Stadtforst“ im Meppener Stadtteil Esterfeld – um den Verlust durch die Verlegung der Sportanlagen des SV Union Meppen zur Versener Straße für den Schulsport zu kompensieren.
Meppen Esterfeld ist ein lebendiger Stadtteil mit ca. 10 000 Einwohnern, versehen mit vielen privaten und öffentlichen Einrichtungen, darunter auch die Grundschule Marienschule und die Anne-Frank-Oberschule. Im Zuge der geplanten Verlegung der Sportanlagen „am Stadtforst“ zur neugeplanten Sportanlage an der „Versener Straße“ verliert.
Nach unserer Überzeugung der Schulsport einen naheliegenden Stützpunkt zur sportlichen Erziehung und gesundheitlichen Kräftigung unserer Kinder.
Unter Verweis auf die Vorlage 2015/0287 verweist der Fachbereich Bildung, Familie, Jugend und Sport in seiner Ablehnung unseres Antrages auf die erfolgten öffentlichen Beratungen sowie allgemeine Zustimmung zu den bisherigen Planungen seitens des Sportvereines Union Meppen sowie auf Konsens-Gespräche mit den Schulleiterinnen der AFS sowie der Marienschule.
Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren,
Glauben Sie mir, lieber Ratskolleginnen und Kollegen, ich stehe hier gewiss nicht aus Freude am Widerspruch, sondern weil ich überzeugt bin, dass die realen Bedingungen an den zwei Schulen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Es hatte uns vor Wochen ein Sportlehrer der Marienschule am gemeinsam genutzten Sportplatz – als Kollege – auf die seiner Meinung nach unheilvolle Entwicklung im Sportbereich seiner Schule angesprochen.
Und man konnte ihm nur zustimmen: die Wege zum neuen Sportplatz an der Versener Straße sind für die kleinen Beine der Grundschüler von der Marienschule wohl zu weit – Und: Für die 90-minütige Doppel-Sportstunde der Älteren von der Oberschule AFS reduziert sich die aktive Sportstunden-Zeit auf netto reale 50 Minuten. Ich selbst bin am vorvergangenen Montag mit einer 6. Klasse den Weg vom der „OBS Am Stadtforst“ zum geplanten Gelände an der „Versener Str.“ einmal „probegegangen“.
Das Ergebnis: Obwohl wir die Abkürzung über die Neelandstraße gingen, brauchten wir  - hin – 23 Minuten zur Sportanlage. Und so, meine Damen und Herren, vertun wir zukünftig ca. 50 Minuten allein mit dem Hin- und Herkommen. Und: Hier handelte sich um eine sportliche Klasse. Denken wir einmal eine mindersportbegabte Klasse mit pubertierenden 15jährigen nach – ich kann Ihnen versichern, diese Sportstunden sind für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen hinsichtlich der sportpädagogischen Ziele nicht zielführend.
Ein weiteres Argument gegen den Vorschlag der Verwaltung: Der Fraktionsvorsitzende der Bündnisgrünen im Meppener Stadtrat, Herr Tecklenburg, hatte kürzlich mit Dezernentinnen in OS und in OL gesprochen hatte. Beide teilten ihm mit, dass eine entsprechende Sportanlage für Schulen aus naheliegenden Gründen vorgehalten werden müsse. Wenn das nicht in der Nähe der Schule möglich sei, müssten die Fahrtkosten übernommen werden.
Herr Tecklenburg hatte dieses inhaltlich sowohl in der Fraktions-Vorsitzenden-Runde
als auch im VA so vorgetragen. Dieser Aspekt, dass nämlich in der Zukunft immense Folgekosten im Zusammenhang mit den Busfahrten der GS zu den Sportplätzen an der Versener Straße entstehen, wird in der Antwort der Stadtverwaltung nicht angesprochen.
Im Protokoll dieser Sitzung muss daher ergänzt werden: “Bei Bedarf muss die Stadt die Fahrtkosten übernehmen.” Die haushaltsrechtliche Aussage im Beschlussvorschlag „Es entstehen keine Kosten“ – wird von uns daher angezweifelt: Es wäre doch erheblich zu erfahren, um wieviel durchschnittliche Euro sich die Kosten für den vermehrten Schülertransport jährlich erhöhen würde.
Der Antwort der Stadt entnehmen wir weiter, dass gegenüber der AFS-Schule der Bolzplatz verlängert werden und bei den neuen Unionplätzen eine Weitsprunganlage und auf dem Kunstrasenplatz Kennzeichen für die Leichtathletik erhalten bleiben sollen. Wie sieht es aber nun mit einer für die lehrplanverbindlichen Bundesjugendspiele notwendigen Kugelstoßanlage aus?
Am Vereinsheim von Union hängen fertige Bauplan-Skizzen vom neuen Sportplatz – ohne dass die von den Grünen angeregten und den Schulleiterinnen versprochenen Erweiterungen für den Schulsport eingezeichnet sind.
Auch den im EL-Kreistag vorgelegten Plänen für die geplante Sportanlage an der Versener Straße – sind die erwähnten Anlagen gar nicht eingezeichnet.
Zum Schluss möchte ich einen grundsätzlichen Gedanken anmerken:
Die in vielen Sachdingen von der Stadt Meppen organisierte Öffentlichkeitsbeteiligung im Stil der Unterrichtung lässt Widerstände bei Minderheiten verlässlich entstehen und erzeugt bei einigen das Gefühl vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Bürgern wird so nur vorgegaukelt sie hätten mitreden können. C.. keetz

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